Gin wird meist in Kombination mit Tonic Water genossen. Doch um die wahre Handwerkskunst eines Brennmeisters und die feinen Nuancen der Botanicals wirklich zu erfassen, lohnt sich das pure Tasting. Hier erfährst du, wie du Gin wie ein Profi verkostest.
Schwenke das Glas leicht und betrachte die Spirituose gegen einen weißen Hintergrund. Echter Dry Gin muss kristallklar und frei von Trübungen sein. Beobachte die „Kirchenfenster“ (Tränen) an der Glaswand: Sie geben Aufschluss über Viskosität und Alkoholgehalt.
Halte die Nase nicht direkt tief ins Glas, um deine Rezeptoren nicht mit Alkohol zu betäuben. Nähere dich dem Glasrand mit leicht geöffnetem Mund und atme sanft ein. Achte auf die Kopfnoten: Steht Wacholder im Vordergrund? Riechst du Zitrusschalen, florale Noten oder wie beim Latschinger Gin frische Latschenkiefer?
Nimm einen kleinen ersten Schluck und bewege den Gin über die gesamte Zunge. Der erste Eindruck gewöhnt den Gaumen an den Alkohol. Beim zweiten Schluck entfalten sich die Herz- und Basisnoten: Würze, Wärme, Frische und Kräuterharmonie.
Wie lange bleibt der Geschmack nach dem Schlucken am Gaumen spürbar? Ein Qualitäts-Gin zeichnet sich durch einen langanhaltenden, ausgewogenen und weichen Nachhall ohne unangenehmes Brennen aus.